Freitag, 19.März 2010     20 Uhr
Norbert Horst
Sterbezeit

Wer schon mal bei einer Feuerwehrübung zugeschaut hat, wird gemerkt haben, dass es die dort vermutete Hektik nicht gibt. Genau dieses professionell Unaufgeregte prägt auch den neuen Roman von Norbert Horst. Er will Ermittlungsalltag beschreiben. Ermittlungen aber, lässt Horst seinen Protagonisten, den Kriminalhauptkommissar Konstantin Kirchenberg sagen, sind "eine Menge kleiner Schritte, von denen die meisten umsonst sind".

Gleich drei Fälle hat Kirchenberg diesmal parallel auf dem Tisch. Ein alter Mann hat seiner Frau in den Tod geholfen, ein junger Junkie hat sich mit einer Überdosis im elterlichen Haus aus der Welt gemacht und im Keller eines alten Wohngebäudes findet einer beim Umbau ein paar menschliche Handknochen. Kirchenberg kümmert sich vornehmlich um die Hände. Erste Untersuchungen zeigen, dass sie jemandem in den 70ern abgesägt und im Keller verscharrt wurden. Eine passende Leiche suchen die Ermittler zunächst vergebens. Eile jedenfalls ist bei einem über 30 Jahre zurückliegenden Fall nicht unbedingt angebracht.
Norbert Horst ist Kriminalhauptkommissar bei der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Mitglied eines MK-Pools hat er in zahlreichen Mordkommissionen ermittelt. Heute arbeitet er als Pressesprecher. Für seinen ersten Roman, "Leichensache", erhielt er den Friedrich Glauser Preis 2004 für das beste Krimidebüt; für "Todesmuster" wurde er mit dem Deutschen Krimipreis 2006 ausgezeichnet Der schreibende Kriminalhauptkommissar Norbert Horst überzeugt auch mit seinem vierten Kriminalroman "Sterbezeit". Ein gekonntes Stück Kriminalliteratur, in dem es um unspektakulären Ermittleralltag und einen spektakulären Fall von vorgestern geht.

       
Veranstalter: Förderverein Stadtbücherei Vlotho e.V.
Abendkasse   10 Euro    
Vorverkauf   8 Euro